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Donnerstag, 23. Juli 2009

Neues System zur Datenabfrage macht Berliner Polizei wird mobil

Nach Abschluss der Testphase können Mitarbeiter der Berliner Polizei nun auch außerhalb ihrer Dienstellen via  Handy auf das Polizeiliche Landessystem für Information, Kommunikation und Sachbearbeitung (POLIKS) zugreifen. Das "mPOLIKS" wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Instituts für Informatik der Freien Universität Berlin umgesetzt, die bereits seit 2006 mit der Polizei Berlin kooperiert. Das "m" im Projektnamen steht für "mobil": Mit dem neuen System soll das aufwändige und umständliche Abfragen polizeirelevanter Daten per Funk oder Telefon bei Verdachtsfällen oder Straftaten der Vergangenheit angehören.

 

Die Wissenschaftler der Freien Universität ließen bei der Entwicklung von mPOLKIS auch Erfahrungen aus anderen mobilen E-Business-Projekten einfließen. Bei dem neuen System kommt die Windows-Mobile-Technologie von Microsoft zur Anwendung, mit der Polizisten unabhängig von ihrem Standort auf wichtige Informationen, Inhalte oder Anwendungen zugreifen und somit Tatumstände, Personalien und Fahrzeuginformationen gleich vor Ort verwerten können.

Über die modernen Handys können aber nicht nur polizeiliche Fahndungsdaten direkt abgerufen werden, sondern beispielsweise auch Daten aus dem Einwohnermeldeamt, dem Kraftverkehrsamt oder dem Informationssystem des Schengener Abkommens. Zudem können taktische Hinweise an die Polizisten übermittelt werden, um so ihre eigene Sicherheit zu erhöhen. Die Datenübertragung erfolgt bei allen Abfragen verschlüsselt und geschützt. Daten sind so nur für autorisierte Benutzer der Polizei sichtbar und durch komplexe Sicherheitsmechanismen vor Zugriffen Unbefugter abgeschirmt. Auch die Mitarbeiter der Freien Universität können die Daten nicht einsehen.

(Quelle: Polizeipräsidium Berlin)