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Dienstag, 25. August 2009

3-D-Modell der Stadt Dresden wächst weiter

Ab sofort lässt sich auf der Homepage der Stadt Dresden das deutlich erweiterte und auf einen neuen Stand gebrachte 3-D-Modell der Stadt Dresden betrachten. Dazu gehört auch die aktuelle Luftbildkarte von 2009 für das Gebiet des 26er Rings südlich der Altstadt. Google-Earth-Nutzer können mit diesen Luftbildern den in Google Earth standardmäßig vorhandenen Bildbestand aus den Jahren 2002/2003 überlagern. Ergänzt wird dieses Angebot durch eigene Points of Interest, die jetzt mit den 3-D-Daten präsentiert werden können. So hat man nun auch im 3-D-Modell die Möglichkeit, sich Hotels, Sehenswürdigkeiten oder Behörden anzeigen zu lassen, und findet zudem weiterführende Links zu den Institutionen.

 

Grundlage des 3-D-Stadtmodells sind kommunale Geobasisdaten, wie ein digitales Höhenmodell, Orthobilder, Gebäude der Flurkarte, Vegetation, Straßenmöblierung, Architekturmodelle, Bebauungspläne usw., die in zunehmendem Maße aktuell, flächendeckend und in sehr hoher Qualität für das Stadtgebiet vorliegen. Mit der Einbindung dieser Datenbestände in ein 3-D-Stadtmodell können diese vielfältig verwendet werden und helfen städtische Planungs- und Verwaltungsprozesse zu modernisieren und transparenter zu gestalten. Das umfasst z.B. den Hochwasserschutz, die Schallentwicklung oder die Ermittlung von Solarflächenpotenzial auf Dresdens Dächern. Auch zur Vorbereitung von Großereignissen wird es eingesetzt, zuletzt beispielweise vor dem Besuch Barack Obamas in der sächsischen Landeshauptstadt. Zudem hätte die Modellierung der Gebäude gerade für Touristen, die Dresden besuchen möchten, einen hohen Wiedererkennungswert, so Andreas Schmidt, Abteilungsleiter Geoinformationen beim Städtischen Vermessungsamt Dresden.

Das aktualisierte Stadtmodell enthält nun als flächendeckenden Grundbestand ca. 123.000 Gebäude der Ausbaustufe LOD1 (Level of Detail 1) - in der Fachsprache auch Klötzchenmodell genannt. Die Gebäudeklötzchen wurden automatisch aus dem Gebäudeumring und der Geschossanzahl berechnet. Dadurch entstanden Ungenauigkeiten, die in der kommenden Zeit beseitigt werden sollen. Statt nicht realitätsbezogener Standardfassaden sind die Gebäudeklötzchen jetzt ohne Fassaden zu sehen - nur die Dachtexturen wurden automatisiert aus Luftbildern abgeleitet. Das Klötzchenmodell wird nach und nach zur Ausbaustufe LOD2 (Klötzchen mit einfachem Dach) ausgebaut. Seit dem Sommer 2007 wurden für 64 Quadratkilometer ca. 50.000 Gebäude und Dachgeometrien neu konstruiert. Davon sind derzeit ca. 13.000 Gebäude im Innenstadtbereich in den für Google Earth aufbereiteten Daten zu sehen.

Das 3-D-Stadtmodell wird durch rund 147 herausragende Gebäude und Gebäudekomplexe im Stadtinneren (z.B. Rathaus, Residenzschloss, Frauenkirche usw.) komplettiert. Diese markanten Bauten der Ausbaustufe LOD3 zeichnen sich durch eine hochkomplexe und stadtbildbestimmende Gebäude- und Dachgeometrie aus. Zugehörige Fassaden sind mit Fotos oder texturierten Flächen versehen und geben dem Gebäude so einen hohen Wiedererkennungswert. In enger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und verschiedenen Planungsbüros konnte die Anzahl dieser Modelle seit Juli 2007 um 39 Architekturmodelle erweitert werden, z.B. den Hauptbahnhof, Centrumgalerie, Altmarktgalerie, die neue Konzerthalle der Dresdner Musikhochschule, das Kugelhaus u.a.

Seit seiner Freischaltung im Juli 2007 klicken monatlich ca. 3.000 Nutzer das 3-D-Modell im Internet an. In der Stadtverwaltung betreuen drei Mitarbeiter des Städtischen Vermessungsamtes und des Stadtplanungsamtes, die mit der entsprechenden Software ausgerüstet sind, das Projekt.


(Quelle: Stadt Dresden)