Mittwoch, 20. Mai 2009
Digitalfunk startet in Berlin
Als eine der ersten Regionen in Deutschland startet Berlin den Übergang vom Anlog- zum Digitalfunk. Dies gaben Bundesinnenminister Schäuble und Innensenator Körting anlässlich der Netzfreischaltung in Berlin am 18. Mai 2009 bekannt. Sowohl die Berliner Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, als auch die Kräfte der Bundespolizei in der Hauptstadt werden schrittweise mit digitalen Funkgeräten ausgestattet, zuerst der Abschnitt 34 in Berlin-Mitte-Regierungsviertel. Für den Netzabschnitt auf der Fläche des Landes Berlin sind insgesamt 37 Funkstationen (Basisstationen) errichtet. Die Einbindung der letzten Station steht kurz bevor.
Mit der Netzinfrastrukturbereitstellung sei die Voraussetzung für die schrittweise Ausgabe von ca. 20.000 Funkgeräten an die Berliner Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) geschaffen. Hinzu kommen die Funkgeräte des Bundes. Für die Bundespolizei ist ein Pilotbetrieb in Berlin vorgesehen, der mit zunächst ca. 1.000 Digitalfunkgeräten durchgeführt werden soll, so die beiden Ressortchefs Schäuble und Körting.
Laut Bundesministerium des Innern befindet sich das Digitalfunkprojekt in Berlin im geplanten Zeit- und Kostenrahmen. Bis 2010 sollen alle Direktionen der Berliner Polizei, alle Direktionen der Berliner Feuerwehr, der Berliner Verfassungsschutz, die Berliner Justiz und die in Berlin tätigen Hilfsorganisationen ihre Einsatzkräfte mit digitaler Funktechnik ausgestattet haben.
Nach einer ersten, kleineren Ausschreibung von 1.000 Endgeräten, die derzeit an Polizei und Feuerwehr ausgeliefert werden, läuft gerade eine zweite, große Ausschreibung, die die Beschaffung von knapp 20.000 Endgeräten für die
Berliner BOS sichert. Der Zuschlag soll am 10.Juni 2009 erfolgen. Die vom Abgeordnetenhaus von Berlin freigegebenen 50,65 Mio. Euro für die Einführung des Digitalfunkes in Berlin werden nach derzeitiger Kalkulation ausreichend sein.
Weiter Informationen unter
www.digitalfunk-berlin.de.
(Quelle: Bundesministerium des Innern)