Donnerstag, 17. September 2009
Tagung auf Schloss Dagstuhl: Die Grenzen der elektronischen Demokratie
Wo genau liegen die Chancen und Grenzen bei den neuen Informations-, Kommunikations- und Verwaltungsprozessen in der elektronischen Demokratie? Diese Frage diskutieren Informatiker gemeinsam mit Experten aus Politik und Verwaltung vom 27. September bis 2. Oktober auf einer internationalen Tagung auf
Schloss Dagstuhl, dem Leibniz-Zentrum für Informatik im nördlichen Saarland. Bei der elektronischen Demokratie spielen nicht nur technische, sondern auch politische und gesellschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Kritisch sind aber auch die erhöhte Datensicherheit, beispielsweise bei elektronischen Wahlen, und die Möglichkeit der Archivierung und Nachverfolgung von Vorgängen.
Die Tagung widmet sich unter anderem dem Austausch von Bürgern mit Politikern via Internet oder der steigenden Gefahr von Computerviren-Angriffen bei Transaktionen im Netz. Dafür kommen Informatiker mit Meinungsforschern und Politikexperten zusammen. An der Organisation sind u.a. der Kryptograph David Chaum, Professor an der Katholischen Universität in Leuven (Belgien), William H. Dutton, Professor für Internetstudien an der Universität in Oxford und Miroslaw Kutylowski, Professor an der TU Wroclaw in Polen mit Schwerpunkt elektronische Gesellschaft und juristische Probleme, beteiligt.
Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über Wissenschaftler aus aller Welt ins nördliche Saarland ein, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Rund 3.000 Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit 2005 gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft, in der zurzeit 86 führende außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Serviceeinrichtungen in Deutschland vertreten sind.
(Quelle: Schloss Dagstuhl - Leibniz-Zentrum für Informatik GmbH)