Mittwoch, 14. Oktober 2009
Infineon: Weltmarktführer bei Chips für Kartenanwendungen
Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan ist die Infineon Technologies AG Weltmarktführer bei der Herstellung von Chips für Kartenanwendungen. Die vor kurzem veröffentlichte Marktstudie "World Smart Card IC Markets" besagt, das Infineon im Jahr 2008 einen Anteil am Weltmarkt für Chipkarten-ICs von 25,5 Prozent hatte. Damit belegte das Unternehmen im zwölften Jahr in Folge Platz eins der Rangliste. Infineon führt die Marktposition vor allem auf den Erfolg in den beiden Marktsegmenten elektronische Ausweisdokumente und Zahlungssysteme zurück. Diese Chipkartenanwendungen werden zum Großteil am Standort Dresden produziert. Weitere Einsatzgebiete der Chips aus Sachsen sind unter anderem die weltweit eingesetzten elektronischen Reisepässe, auch der deutsche E-Pass, und Kreditkarten.
Rund die Hälfte der elektronischen Ausweisdokumente, die 2008 ausgegeben wurden, sei mit einem Sicherheitscontroller von Infineon ausgestattet. Zu den Ausweisanwendungen gehören beispielsweise elektronische Reisepässe und Personalausweise, Gesundheitskarten, Führerscheine und Sozialversicherungskarten. Rund ein Drittel der 192 UN-Mitgliedsstaaten nutzen laut dem Unternehmen heute Infineon-Sicherheitschips im öffentlichen Sektor. "Mit hochwertigen Sicherheitsprodukten wollen wir unsere Kunden bei der Erschließung neuer Marktpotenziale unterstützen, auch jenseits des Chipkarten-Formats", sagte Dr. Helmut Gassel, Präsident der Division Chip Card & Security bei Infineon Technologies. "Auf der Grundlage unserer fast 25 Jahre umfassenden Erfahrung bei Chipkarten-ICs setzt Infineon seine Innovationsschwerpunkte auf Kontaktlos-Expertise, Embedded-Control und maßgeschneiderte Sicherheit."
Die
Infineon Technologies AG mit Sitz in Neubibach bei München bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket sowie für Anwendungen in der Kommunikation. Der Konzern ist an den Börsen in Frankfurt und New York notiert, beschäftigt weltweit rund 29.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2008 (bis Ende September) einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Infineon unterhält in Dresden einen Produktionsstandort, an dem Logikchips mit komplexer Fertigungstechnologie auf Basis von 200-mm-Siliziumscheiben hergestellt werden. In Dresden sind etwa 1.800 Mitarbeiter beschäftigt.
(Quelle: Infineon Technologies AG)