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Mittwoch, 12. August 2009

Sachsen stellt als erstes Bundesland Klimadaten online

Mit einem Knopfdruck hat Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gestern auf Schloss Freudenstein in Freiberg die deutschlandweit erste regionale Klimadatenbank für das Internet freigeschaltet. Unter www.klima.sachsen.de kann sich ab sofort jeder Interessierte in einem frei wählbaren zehn mal zehn Kilometer großen Flächenausschnitt über das regionale Klima in Sachsen seit 1961 informieren und sich eine Prognose bis zum Jahr 2100 erstellen lassen. Entwickelt wurde das System vom Lehrstuhl für Meteorologie an der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

 

Neben den Standardelementen wie Temperatur und Niederschlag können unter dem neuen Webportal auch Daten zur Globalstrahlung, klimatischen Wasserbilanz oder zur potenziellen Verdunstung abgerufen werden. "Aufgrund des Klimawandels ist der Bedarf für diese Informationen enorm hoch. Vor allem für die Planer und Entscheidungsträger in der Wasser-, Land- und Forstwirtschaft, die Regional- und Stadtplaner, aber auch für viele Ingenieurbüros sowie Handwerksbetriebe werden diese Daten für ihre Arbeit immer wichtiger", so Minister Kupfer.

Derzeit arbeiten die Wissenschaftler und Techniker der TU Dresden an weiteren nutzerfreundlichen Online-Anwendungen, wie zum Beispiel der kartografischen Darstellung der Klimadaten. Bis zum Abschluss des Projektes 2011 wird der Freistaat insgesamt 75.000 Euro investieren.

Außerdem überreichte Kupfer heute in Freiberg den Mitgliedern des neuen "Klima-Netzwerkes Sachsen" ihre Berufungsurkunde. In ihrer gemeinsamen Gründungserklärung vereinbarten die acht Teilnehmer (u.a. der Staatsbetrieb Sachsenforst, die Sächsische Energieagentur SAENA, der Lehrstuhl für Meteorologie der TU Dresden und die Technische Universität Bergakademie Freiberg) eine enge Zusammenarbeit bei der Forschung und der öffentlichen Präsentation auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Gemeinsam sollen die regionalen Folgen des globalen Klimawandels erfasst sowie mögliche Anpassungsstrategien entwickelt werden. "Der Klimawandel stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme und komplexe Herausforderungen. Umso wichtiger ist deshalb die langfristige und enge Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf diesem Gebiet", sagte der Minister.


(Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)