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Dienstag, 10. November 2009

Pilotprojekt zur funkgestützten Internetversorgung startet in Herscheid

Über ein Mobilfunksystem der vierten Generation läuft ab sofort der Testbetrieb zur funkgestützten Internetversorgung im sauerländischen Herscheid. Wie das nordrhein-westfälische Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien bekannt gab, soll mit der neuen Funktechnologie "Long Term Evolution" (LTE) künftig ein flächendeckender und leistungsfähiger Internetzugang im ländlichen Raum gewährleistet werden. Dabei werden europaweit erstmalig Frequenzen genutzt, die durch die Digitalisierung der Fernsehübertragung frei geworden sind (Digitale Dividende). Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der Landesanstalt für Medien, dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und Vodafone.

 

LTE ermöglicht nach Angaben des nordrhein-westfälischen Medienministers Andreas Krautscheid fünf- bis zehnmal schnellere Datenübertragungsraten als bisherige Mobilfunktechniken. Damit sind konkret bis zu 100 Megabit pro Sekunde in einer Funkzelle möglich. Vorhandene Kapazitäten können außerdem effektiver genutzt werden, da LTE komplett auf das Internet-Protokoll setzt. "Dadurch können wir einerseits die noch offenen technischen Fragen zügig klären und andererseits die schnelle Internetversorgung der ländlichen Gebiete vorbereiten", erklärt Krautscheid zum erstmaligen Einsatz von LTE unter realen Bedingungen.

 

Ziel des Pilotbetriebs zum schnellen Funkinternet ist es, Erkenntnisse über die Verbreitung von Medieninhalten zu gewinnen sowie mögliche Störpotentiale gegenüber anderen Funksystemen, wie beispielsweise dem Rundfunk, ausfindig zu machen. Darüber hinaus werden gleichzeitig allgemeine Informationen über Reichweite und Leistungsfähigkeit der LTE-Technologie gesammelt.


(Quelle: Landesregierung Nordrhein-Westfalen)