Donnerstag, 8. Oktober 2009
Sichere elektronische Behördenpost: De-Mail startet heute in Friedrichshafen
Auf einer Pressekonferenz des
Bundesinnenministeriums in Berlin schickte heute Dr. Bernhard Rohleder vom Hightech-Verband
BITKOM die erste sichere elektronische Mail "De-Mail" ab. Adressat war kein anderer als Prof. Dr. Werner Zorn, einer der Gründungsväter des deutschen Internets. Prof. Zorn hatte vor etwa 25 Jahren auch die erste E-Mail empfangen, die jemals an ein deutsches Postfach geschickt worden war. Ab dem 9. Oktober beginnt eine sechsmonatige Pilotierung von De-Mail in der Stadt Friedrichshafen, bevor De-Mail bundesweit eingeführt werden soll.
De-Mail ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen E-Mail, mit der Bürger, Unternehmen und die Verwaltung sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet kommunizieren können. Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, erläuterte, dass die Rolle des Staates bei diesem Projekt in erster Linie darin liege, die Rahmenbedingungen bereitzustellen. Um als Unternehmen in den Verbund der Provider aufgenommen zu werden, müssen zahlreiche Anforderungen erfüllt werden. Beus betonte die Bedeutung von De-Mail für die sichere Kommunikation im Internet und den Mehrwert für die Bürger und fasste zusammen: "Es hat einen hohen gesamtgesellschaftlichen Nutzen, wenn wir den Mailverkehr im Internet sicher machen."
Als Überraschungsgast meldete sich während der Veranstaltung Prof. Dr. Zorn zu Wort und demonstrierte, dass das Projekt funktioniert: Er hatte auf die an ihn versandte De-Mail inzwischen geantwortet.
(Quelle: Bundesministerium des Innern)