Dienstag, 5. Mai 2009
Methoden und Modelle für IT-Projekte auf der SEE 2009 in Berlin
Die
SEE 2009 (Software & Systems Engineering Essentials) ist eine Konferenz zu Vorgehensmodellen, Methoden und Techniken des Systems Engineering, die vom 25. bis 27. Mai im in Berlin stattfindet. Sie bietet Projektleitern, Methodenverantwortlichen, Entwicklern und dem Management aus Industrie, Behörden und Forschung ein Forum für den Austausch und Abgleich zwischen unterschiedlichen Ansätzen. Mit ihrem Programm richtet sie sich insbesondere auch an Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung. Dazu gehören Tutorials, Workshops und Vorträge sowie Sonderveranstaltungen zum Werkzeugthema und der gemeinsamen Abendveranstaltung. Die Konferenz wird vom Münchner Projekt- und Beratungsunternehmen 4Soft und der TU Clausthal veranstaltet.
Prozessmodelle wie V-Modell XT und ITIL zeigen, wie wichtig es für das Systems Engineering ist, eine passende, bedarfsgerechte Werkzeugunterstützung zu konzeptionieren und etablieren, um Vorgaben umzusetzen und bei Mitarbeitern auf Akzeptanz zu stoßen. Aus diesem Grund lautet das Motto der SEE in diesem Jahr "Werkzeuge als Schlüssel zum Projekterfolg". Es ist vorgesehen, dass sich Teilnehmer umfassend über Nutzen und Schranken bestehender Werkzeuglösungen informieren können.
Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik hält beispielsweise eine Keynote zur Bedeutung des Standards V-Modell XT für IT-Projekte. Eine weitere Keynote hält einer der "Väter der Softwaretechnik", Prof. Ernst Denert. Er beleuchtet die oftmals zu unrecht als gegensätzlich angenommenen Pole der formalen, dokumentenlastigen Entwicklung und der agilen, leichtgewichtigen Vorgehensweise.
Diese Pole näher zusammenrücken zu lassen, ist außerdem eine zentrale Aufgabe der Konferenz. So können Teilnehmer bereits am ersten Tag der Konferenz entscheiden, ob sie sich im Rahmen eines Tutorials lieber die Ideen der agilen Systementwicklung oder die Anwendung des V-Modell XT näher bringen lassen.
Der zweite und dritte Konferenztag behandelt im Rahmen einzelner Vorträge Mittel und Wege, um IT Projekte erfolgreich durchzuführen. Dazu gehören natürlich Vorgehensmodelle wie das V-Modell XT, aber ebenso Methoden für die Aufwandsschätzung, für die effiziente Planung, für Projektmangement und Qualitätssicherung, für modellbasierte Entwicklung und weitere. Die Vortragenden legen dann besonderen Wert auf praxisnahe Vorträge, die konkrete und verwertbare Erfahrungen vermitteln und ihre Umsetzung im Alltag ermöglichen.
Neben den üblichen Konferenzständen, an denen Hersteller zwischen den Vorträgen besucht und befragt werden können, haben die Organisatoren zwei Neuerungen in die Konferenz gebracht. Einerseits wird am ersten Tag die "Tool Time" veranstaltet. Hier werden im Rahmen dreier gesponserter Vorträge die drei umfassendsten Werkzeugkonzepte im Bereich Application Management vorgestellt. Die Teilnehmer müssen sich entscheiden, ob se die Konzepte, die Rahmenbedingungen und die Anwendung von IBM Jazz, Microsoft Team Foundation Server oder Serena Team Center im Detail kennen lernen wollen. Den Abschluss stellt dieses Jahr der "Tool-Shootout" dar. Im Vergleich zur Tool-Time treten hier mehrere Werkzeughersteller zusammen mit Vertretern von Open-Source-Werkzeugen gegeneinander an.
(Quelle: SEE 2009)