Freitag, 3. Juli 2009
Einheitlichen Behördenrufnummer 115: BMI zieht positive Zwischenbilanz
In dieser Woche veröffentlichte das
Bundesministerium des Inneren (BMI) die Bilanz der ersten 100 Tage des Pilotprojektes der einheitlichen Behördenrufnummer 115. Seit dem 24. März müssen sich 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den teilnehmenden Modellregionen nur noch eine Nummer zu merken, wenn sie Fragen zur Verwaltung haben - ganz gleich, ob es ihre Kommune, das Land oder den Bund betrifft. Die 115 bietet Auskunft zu zahlreichen behördlichen Themen, vom Reisepass bis zum Elterngeld und ist u.a. bereits in den Regionen Berlin, Hamburg, Aachen und Wuppertal erreichbar.
Nach den hohen Anrufzahlen im ersten Monat hat sich die Nutzerzahl der einheitlichen Behördenrufnummer inzwischen stabilisiert. Das Interesse an dem neuen Bürgerservice ist laut BMI im gesamten Bundesgebiet hoch. Im Mai gingen bei der 115 bundesweit über 170.000 Anrufe ein. Davon erfolgten rund 110.000 aus dem Festnetz und etwa 60.000 Anrufe aus dem Mobilfunknetz. Nach Auswertung der Daten aus den ersten drei Monaten mit dem Pilotbetrieb zieht die Bundesregierung daher eine positive Bilanz. "Die aktuellen Zahlen des Monats Mai zeigen, dass der Betrieb stabil läuft und das D115-Serviceversprechen nicht nur eingehalten sondern übertroffen wurde", erklärte der IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus.
Die Vielfalt der durch 115 angebotenen Verwaltungsleistungen wird bei einer Betrachtung der am häufigsten aus der D115-Wissenssuche aufgerufenen Begriffe deutlich. Zu den Top-15-Themen im Mai zählten u. a. Ausweisangelegenheiten, Führerschein, Elterngeld, Wohngeld, Hundesteuer, Finanzamt, Rente, Schwerbehindertenausweis, Kfz-Wesen und "Schweinegrippe".
Ziel der Bundesregierung ist es nun, weitere Kommunen, Landes- und Bundesbehörden für den neuen Bürgerservice zu gewinnen, um die 115 möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus werden Qualität und Leistungsspektrum während des Pilotbetriebs fortlaufend weiterentwickelt.
Die 115 ist derzeit von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar. 75 Prozent der 115-Anrufe sollen innerhalb einer Frist von 30 Sekunden durch Mitarbeiter in einem D115-Servicecenter angenommen werden. Ziel ist es, 55 Prozent der Anfragen beim ersten Anruf zu beantworten. Wenn eine Frage nicht sofort beantwortet werden kann, erhält der Anrufer innerhalb von 24 Stunden während der Servicezeiten eine Rückmeldung – je nach Wunsch per Mail, Fax oder Rückruf. Mehr Informationen erhalten Sie unter
www.d115.de.
(Quelle: Bundesministerium des Innern)