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Donnerstag, 1. Oktober 2009

Start der neuen Gesundheitskarte in Nordrhein

Ab heute wird die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eingeführt. Zunächst wird sie von Krankenkassen an die Versicherten in der Modellregion Nordrhein ausgegeben. Nach und nach sollen bis Ende 2010 alle Regionen in Deutschland folgen. Anders als die Krankenkassenkarte verfügt die eGK über einen Mikroprozessor, mit dem Daten des Patienten, von eingenommen Medikamenten bis zu den bisherigen Behandlungen und Diagnosen, verschlüsselt gespeichert werden können. Somit können Ärzte besser diagnostizieren und Behandlungsschritte für Patienten und andere Mediziner nachvollziehbarer werden.

 

Die Gesundheitskarte soll für Patienten weitere positive Effekten haben. Durch sie werde ein Arztwechsel oder das Einholen einer Zweitmeinung erleichtert. Mit der lückenlosen Dokumentation sollen auch Fehlbehandlungen einfacher festgestellt und nachgewiesen werden. Ein weiterer Vorteil ist der sicherere Umgang mit sensiblen Patienteninformationen:. Datenschutz und -sicherheit genießen laut dem Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) bei der Einführung der Gesundheitskarte oberste Priorität. Damit unterscheide sich die deutsche eGK von ähnlichen Projekten in anderen Ländern. "In puncto Datensicherheit ist Deutschland Vorreiter. Unsere Technologie hat das Zeug zum Exportschlager", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.


(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit / BITKOM)